Hundeversicherung für Kampfhunde

Als Kampfhunde bezeichnet man im Allgemeinen bestimmte Hunderassen und Kreuzungen daraus, von denen im Allgemeinen von einer größeren Gefahr ausgegangen wird. Auch die Bezeichnungen Listenhunde oder Anlagehunde sind gebräuchlich, gemeint ist aber immer dasselbe. Dabei spielt das Wesen eines einzelnen Tieres oder der Hundehalter keine Rolle, sondern ausschließlich die Rasse bzw. Kreuzung. Einige Versicherungen bieten eine Hundeversicherung für Kampfhunde an. Diese kann je nach Bundesland sogar verpflichtend sein.

Als Kampfhunde zählen in ganz Deutschland die Rassen Staffordshire Bullterrier, American Staffordshire Terrier, Pit Bull Terrier und Bullterrier sowie Kreuzungen dieser Rassen untereinander oder mit anderen Rassen. Diese Hunde dürfen nicht nach Deutschland verbracht werden.

Darüber hinaus gelten in jedem Bundesland weitere Hunderassen und Kreuzungen als gefährlich und unterliegen damit besonderen Bestimmungen.

Gesetzgebung je Bundesland unterschiedlich

In Deutschland die die Bundesländer zuständig für die meisten Regelungen für Hunde. So unterscheiden sich die Gesetze zu Kampfhunden je nach Bundesland. Einschränkungen können je nach Bundesland folgende sein:

  • Verbot der Haltung gewisser Rassen
  • Volljährigkeit des Halters
  • Vorlage eines Führungszeugnisses
  • Pflicht zum Ablegen einer Sachkundeprüfung (Hundeführerschein)
  • Leinenzwang
  • Maulkorbpflicht
  • Chippflicht
  • Versicherungspflicht
  • Genehmigungspflicht
  • Gebot der Unfruchtbarmachung
  • Pflicht zur sicheren Umzäunung des Grundstückes
  • Ablegen eines Wesenstests für Hunde

Die genauen Regelungen findest du auf den folgenden Internetseiten der Bundesländer oder du fragst direkt beim zuständigen Ordnungsamt nach.
Listenhunde in den Bundesländern

Bayern Baden-Württemberg Berlin Brandenburg
Bremen Hamburg Hessen Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen Nordrhein-Westfalen Rheinland-Pfalz Saarland
Sachsen Sachsen-Anhalt Schleswig-Holstein Thüringen

Gibt es bei der Hundeversicherung unterschiede mit Kampfhunden?

Statistisch gesehen verursachen Kampfhunde nicht wesentlich mehr Versicherungsfälle, als nicht gelistete Hunde. Die Schadensumme ist in der Regel dann jedoch wesentlich höher. Das hängt meinst damit zusammen, dass ein Kampfhund einfach mehr Kraft und Masse hat. Die Konsequenz daraus ist dann, dass nicht alle Versicherungen eine Hundeversicherung für einen Kampfhund anbieten oder die Versicherung dann entsprechend teurer ist.

Wie oben beschrieben kann außerdem eine Hundehaftpflichtverischerung je nach Bundesland verpflichtend sein.

Die Unterschiede für Kampfhunde sind in der Versicherung also eine ggf. Versicherungspflicht sowie ggf. teurere oder spezielle Tarife bei den Versicherungen.

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