Was kostet ein Hund?

Zunächst solltest Du wirklich alle Aspekte in Bezug auf die Anschaffung eines Hundes definitiv für Dich abklären. Denn Du wirst ihn während seiner Lebenszeit zwischen 10 und 18 Jahren als treuen Freund an Deiner Seite haben. Bist Du Dir über all das absolut im Klaren, dann stellt sich die Frage: Was kostet ein Hund? Diese Frage möchten wir Dir nachstehend ausführlich erläutern!

Was kostet ein Hund in seiner Anschaffung?

Natürlich kann man einen Rassehund beim Züchter kaufen, da reicht die Spanne zwischen 500 bis 3.000 Euro, eben je nach gewünschter Rasse. Da das weltweite Tierleid heutzutage so unendlich groß ist, sollte man darauf besser verzichten. Mit dem Kauf unterstützt man solche Züchter und sorgt dafür, dass weiter und immer mehr Hunde gezüchtet werden. Es gibt unzählige herrenlose Hunde auf der ganzen Welt, die mehr als dankbar sind für ein warmes Körbchen. Zudem spart man sich die horrenden Anschaffungskosten! Lässt man sich beispielsweise einen Hund aus dem Ausland über eine internationale Tierschutzorganisation bringen, so muss man lediglich mit einer Schutzgebühr rechnen, die in der Regel zwischen 150 und 300 Euro liegt. Dasselbe gilt für Hunde aus dem örtlichen Tierheim, auch hier wird eine Schutzgebühr erhoben. Die Hunde solcher Organisationen oder Heime sind zumindest meist schon kastriert oder sterilisiert, sie sind gechipt, geimpft und entwurmt. Du solltest sie nur mit entsprechenden Papieren und ausgefülltem EU-Heimtierpass übernehmen.

Wie viel kostet ein Hund in Bezug auf die Erstausstattung?

  • Hundekorb und Hundedecke
  • Wasser- und Futternäpfe nebst passendem Untersatz
  • Halsband oder Geschirr und Leine (ggf. mehrere Leinen: Kurz- und Langlaufleine)
  • Adressanhänger sowie Hundemarke am Halsband anbringen
  • Transportbox mit entsprechender Sicherung für das Auto
  • Zeckenzange, Flohkamm und Hundebürste
  • Hunde-Hausapotheke zusammenstellen
  • Spielzeug wie Beißringe, Seile, Bälle, Kuscheltiere & Co.
  • Hundeshampoo und Hundehandtücher
  • Trockenfutter, Leckerlies und Nassfutter

Im Falle eines Welpen zusätzlich: Spezielles Welpenfutter und Welpenspielzeug

Praxistipp hierzu: Wer für die Erstausstattung nicht so viel Geld ausgeben kann oder will, der sollte in diversen Kleinanzeigenmärkten nach gebrauchtem Hundezubehör stöbern oder nach Aushängen in Tiergeschäften schauen, bzw. dort selbst welche ans „Schwarze Brett“ heften.

Für die Erstausstattungskosten bei Neuanschaffung solltest Du mit 150,– bis 250,– Euro rechnen. Gebrauchtes Zubehör ist oftmals schon weit unter 100 Euro erhältlich.

Eventuell anfallende Zusatzkosten

  • Das Hundezubehör geht auch mal kaputt – Ersatz dafür muss angeschafft werden
  • Ggf. Autozubehör wie Gitter, Spezialbox oder Rampe für den Kofferraum
  • Kosten für verursachte Beschädigungen durch den Hund in der Wohnung bzw. im Garten
  • Kosten für den Hundeverein oder einen speziellen Hundetrainer
  • Spezialfutter bei auftretenden Erkrankungen, Allergien oder Unverträglichkeiten
  • Operationskosten beim Tierarzt

Monatliche Futterkosten: Was kostet ein Hund?

Das ist pauschal nicht zu beantworten, da die Frage ist, wie groß Dein Hund ist und mit welcher Futterart Du ihn zu füttern gedenkst. Das Barfen oder reine Frischkost, die selbst gekocht und anderweitig zubereitet wird, ist natürlich wesentlich teurer als Dosen- und Trockenfutter. Du solltest bei Fertigfutterprodukten in jedem Fall darauf achten, dass ein hoher Fleischanteil von mindestens 70 % in der jeweiligen Dose oder Packung enthalten ist. Minderwertiges Futter kann zu Unverträglichkeiten und langfristig zu Krankheiten bei Deinem Hund führen. Dann sind teure Tierarztkosten unerlässlich und somit ist rein gar nichts gespart! Also unbedingt auf hochwertiges Futter achten. Hunde sollten auch frisches Gemüse und Kohlenhydrate wie Nudeln, Reis, Kartoffeln oder Getreideprodukte unters Futter gemischt bekommen.

Kosten hierfür liegen bei einem kleinen Hund zwischen 30 und 60 Euro, bei einem großen Hund zwischen 100 und 150 Euro pro Monat! Bei mittelgroßen Hunden irgendwo dazwischen!

Kosten für die Hundeschule und die Erziehung des Hundes

Wer seine Sache als „verantwortungsvolles Frauchen oder Herrchen“ ganz besonders gut machen möchte, der sollte seinem neuen Familienmitglied eine solide Hundeerziehung in einer guten Hundeschule angedeihen lassen. Günstiger ist es, die Trainingseinheiten in Form von Gruppenunterricht zu buchen, es wird auch Einzelunterricht angeboten, was jedoch teurer kommt. Die Kosten hierfür variieren je nach Leistung und Hundeschule, da solltest Du Dich bei ortsansässigen Hundeschulen erkundigen und einen Preisvergleich ziehen.

Betreuungskosten für Deinen Hund

Solltest Du einmal krank oder anderweitig verhindert sein oder willst Deinen Hund nicht mit in den Urlaub nehmen, dann brauchst Du eine Betreuung für ihn. Kann das aus der Verwandtschaft, Nachbarschaft oder dem Freundeskreis niemand für Dich übernehmen, musst Du die Dienste einer Hundepension oder eines privaten Hundesitters in Anspruch nehmen. Hierfür musst Du mit Kosten pro Tag von etwa 10 bis 20 Euro rechnen. Manchmal sind die Futterkosten im Preis inklusive, oftmals sind sie separat zu begleichen oder man bringt das übliche Futter für seinen Hund selbst mit.

Kosten für den Tierarzt

Du solltest Deinen Hund regelmäßig impfen lassen, bei Verletzungen oder Erkrankungen sind Medikamenten- und Operationskosten fällig. Immer wieder müssen Krallen nachgeschnitten oder hartnäckige Zecken entfernt werden. Bei jungen, gesunden Hunden belaufen sich die Kosten hierfür zwischen 50 und 150 Euro pro Jahr. Bei einem älteren Hund können sich allein die Medikamenten- und OP-Kosten schnell in den vierstelligen Bereich katapultieren. Deshalb sollte unbedingt eine Kranken- und OP-Versicherung abgeschlossen werden.

Wie viel kostet ein Hund in Bezug auf die Haftpflichtversicherung?

Alljährlich verursachen Hunde weit über 100.000 Haftpflichtschäden und das sind nur die bekannten und versicherten Fälle. Die Dunkelziffer der unversicherten Schäden ist dabei statistisch unberücksichtigt. Die Versicherer bezahlen jedes Jahr rund 80 Millionen Euro für solche Sach- und Personenschäden, die von Hunden verursacht wurden.

Wichtig zu wissen ist, dass die private Personenhaftpflichtversicherung für derlei Schäden nicht aufkommt. Du solltest also eine spezielle Hundehaftpflichtversicherung abschließen, die es schon für günstige 40 Euro pro Jahr gibt! Wenn Du im Schadenfall nicht selbst mit Deinem Privatvermögen dafür aufkommen willst, lohnt sich der Abschluss allemal! In einigen Bundesländern ist diese Versicherung sogar bereits Pflicht!

Was kostet ein Hund in Bezug auf die Krankenversicherung?

Schon in ganz jungen Jahren sollte diese Versicherung abgeschlossen werden, am besten gleich nach der Welpenzeit. Dann sind die Einstiegskosten günstig und erhöhen sich nur minimal pro Jahr. In betagtem Alter oder mit entsprechenden Vorerkrankungen werden ältere Hunde oft gar nicht mehr in die Hundekrankenversicherung aufgenommen. Versichert sind Medikamente, Spritzen, chronische Erkrankungen, Operationen und Tierarztbesuche und das schon ab günstigen 10 bis 15 Euro pro Monat!

Wie viel kostet ein Hund in Bezug auf die Hundesteuer?

Diese öffentliche Steuer ist bundesweit nicht einheitlich geregelt, jede Gemeinde berechnet unterschiedliche Steuersätze. Die Kosten hierfür liegen grob zwischen 50 und 150 Euro pro Jahr und Hund. Soll der Hund zusätzlich mit einem Mikrochip versehen werden, fallen dafür nochmals 50 Euro an. Bei so genannten „Kampfhunden oder als gefährlich eingestuften Rassen“ kann die jährliche Hundesteuer bis zu 1.000 Euro betragen. Jeder Hundehalter ist verpflichtet, die Hundesteuer an seine Gemeinde abzuführen. Es gibt nur wenige Ausnahmen! Wie hoch die Hundesteuer in deiner Gemeinde ist, kannst du in unserem großen Vergleich „Hundesteuer in Deutschland“ nachschauen.

Fazit

Ausgangsfrage: Wie viel kostet ein Hund?
Nicht nur Anschaffungs- und Grundausstattungskosten fallen für Deinen Vierbeiner an. Mit künftigen, regelmäßigen Ausgaben wie Futter, Steuer und Versicherung, Tierarztkosten und dergleichen musst Du außerdem rechnen. So kommt im Durchschnitt eine Summe von ca. 100 bis 150 Euro pro Monat für die Haltung eines Hundes auf Dich zu. Was Du an Lebensfreude, Spaß, Bewegung und einem treuen Familienmitglied dafür geschenkt bekommst – das ist allerdings unbezahlbar und nahezu unverzichtbar obendrein! Deine Frage, was kostet ein Hund, ist damit sicherlich vollständig beantwortet!